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AUGARTENSTEG GRAZ, ÖSTERREICH

 

Der feingliedrige Stahlsteg mit einer Spannweite von 74 m verbindet den Augarten mit dem Stadtteil Gries. Zwei Fischbauchträger sind zwischen die baumbestandenen Murufer gespannt und liegen mit ihren Spitzen punktförmig auf. Der bogenförmige Verlauf des Obergurts begleitet Fußgänger und Radfahrer bei ihrem Weg über die Mur.

Der Augartensteg stellt in vielerlei Hinsicht eine statisch-konstruktive Neuheit im Brückenbau dar. Ähnlich dem Prinzip eines Segelschiffmasten, der mit Seilen verspannt bei minimalem Querschnitt größtmögliche Lasten übernehmen kann, sorgen eine Unter- und Überspannung der Haupttragglieder für geringe Profildimensionen. Die Primärkonstruktion besteht aus gewalzten und geschweißten Stahlträgern, Rohren sowie runden Vollstäben. Das Tragwerk wurde in vier Einzelteilen angeliefert und an Land zusammengebaut. Das System wurde dann vorgespannt und auf einem speziell dafür entwickelten, hydraulischem Schreitapparat auf der Mur zum tatsächlichen Standort hin ferngesteuert transportiert. Nach dem Aufsetzen auf die Betonfundamente wurde die aus Holzleimplatten mit Gussasphaltbelag bestehende Fahrbahntafel eingebaut.


Einbringung des Augartensteges…

Auftraggeber:
Stadt Graz, Straßen und Brückenbauamt
Planung:
DI Arch. Herwig Illmaier
Spannweite:
74 m
Fahrbahnbreite:
4,5 m
Errichtungskosten:
€ 0,95 Mio.
Planungszeitraum:
Juli 1997 - Jan. 1998


Fotos:
A. Wagner